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„Junk DNA“ feiern den „Mega Abriss“ beim „local heroes“ Bundesfinale in Salzwedel PDF Drucken E-Mail

Die bayerischen Landesfinalisten haben ihr Bundesland am vergangenen Samstag mehr als würdig vertreten

Damit hatten „Junk DNA“ sicher nicht gerechnet: Kaum waren ihre letzten Klänge verhallt, rief das Publikum auch schon lautstark „Zugabe!“ (Junk DNA // Fotograf: Nils Nedel)

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Es ist ein bisschen wie eine Prüfung in der Schule: Man kann noch so gut vorbereitet sein, am Ende ist man kurz vor dem großen Ereignis doch unendlich nervös. Ähnlich erging es am 8. November auch „Junk DNA“. Akribisch hatten sie sich auf das „local heroes“-Bundesfinale 2014 vorbereitet. Beim Anblick der großen Bühne im Kulturhaus von Salzwedel wurde es allen dann aber doch ein bisschen mulmig. Am späten Abend zeigte sich jedoch: Hier bestand gar kein Grund zur Panik. Selbst die hochkarätige Fachjury war voll des Lobes.

 

Acht Stunden Show, acht Stunden volle Konzentration auf 14 Nachwuchsbands aus der gesamten Bundesrepublik. Am Wochenende ging es in der Hansestadt ordentlich rund. Die Künstler zündeten eine musikalische Bombe der Extraklasse. Mit dabei waren auch die „local heroes“-Bayernsieger „Junk DNA“. Für das Quintett hatte es am Ende leider nicht ganz aufs Siegertreppchen gereicht. Einen fulminanten Eindruck haben die Dingolfinger aber dennoch hinterlassen.

„Leute! Was sollen wir noch sagen?!? Mega Abriss in Salzwedel! Brutal geiles Wochenende! Das Feedback was wir von der Jury bekommen haben ist mehr als krass! Wir sind auch sehr stolz das wir Bayern in diesem grandiosen Finale vertreten durften!!!“, lautete am Sonntag ihr erstes Fazit kurz nach dem Auftritt. Jan Eberl (E-Bass, 19), Ferdinand Klinger (Rhythmusgitarre , 19), Johannes Hadlich (Leadgitarre, 21), Tobias Sichart (Schlagzeug, 17) und Maximilian Hofmann (Vocals, 20) sind auch nach dem großen Finale der ganze Stolz der bayerischen Landesveranstalter. Erst Ende September setzten sich die jungen Leute gegen fünf Mitstreiter aus dem gesamten Freistaat durch. Ihr Stil, den sie selbst als „schnell, rhythmisch, eindringlich und rustikal“ beschreiben, hatten Publikum und Jury nun auch weitab der bayerischen Heimat überzeugt. „Besser hätte es nicht laufen können. Unsere Jungs haben alles gegeben. Mit ihrem Auftritt haben sie das Publikum mitgerissen, selbst in den hintersten Reihen war die Begeisterung zu spüren“, freut sich das „local heroes“-Bayern-Team.

 


Das „local heroes“-Bayern-Team wollte natürlich auch von der Jury wissen, wie sich „Junk DNA“ geschlagen haben. Nachgefragt wurde deshalb noch an Ort und Stelle bei „Emil Bulls“-Manager Niko Tsagarakis. (Foto: RE ON TOUR)

 

 

„Menschlich ein absolutes Plus für local heroes“

Seit 2011 machen die Jungs gemeinsam Musik. Zu den bisher größten Herausforderungen der Alternative Rockband gehörten in der Tat das „Bayernfinale Emergenza“ sowie das „local heroes Landesfinale“ bei der Musikinitiative Hammelburg e.V. „Wir organisieren für jeden Contest, den wir spielen, Busse und versuchen unseren Fans und Freunden einen perfekten Abend zu bieten das ist manchmal organisatorisch sehr kräftezehrend, machen wir aber gerne!“, so das Quintett. Lob hatte dieses auch für die ehrenamtlichen Organisatoren hinter den Kulissen der veranstaltenden Musikini. „Menschlich ein absolutes Plus für local heroes, es wird sich um die Bands gekümmert und es ist alles gut organisiert. Wir haben uns aber auf beiden Contests sehr wohl gefühlt.“

Vor dem großen Bundesfinale legten sich die jungen Musiker noch einmal ordentlich ins Zeug. „Wir proben zweimal die Woche, arbeiten an unserer Bühnenpräsenz und versuchen unsere eigenen bisherigen Leistungen zu toppen“, fassten sie ihre Bemühungen im Vorfeld zusammen. Selbstverständlich hatten sie wie zum Landesfinale auch zum Groß-Event in der fernen Hansestadt einen eigenen Fan-Bus gechartert. Und dieser machte ordentlich Lärm. Schon vor der Show hallten die Sprechchöre lautstark durch den Saal. Zu Recht stellte Moderator Howie Yagaloo deshalb fest: „Die Bayern sind da!“

 


Echte Freunde kann nichts und niemand trennen - auch mehrere Hundert Kilometer nicht. Zum großen Tag in Salzwedel waren hartgesottene "Junk DNA"-Fans mitgereist. (Foto: RE ON TOUR)

 

 

„Junk DNA“ peitschen nach vorne

Spätestens im Bundesfinale machten sich nun die mehr als 100 absolvierten Gigs bezahlt. Mit „Are you fuckin' ready to rock!“ begrüßten Maxi und Co. die Menge. Was dann folgte, war eine waschechte Sound-Explosion. Von der ersten Minute an gaben die Bayern Vollgas. Vor und auf der Bühne tobte das pralle Leben. Song um Song peitschten sich die Fünf weiter nach oben, bis das Publikum schließlich sogar auf den Knien landete, um anschließend in wilden Tanz zu verfallen. Ein Umstand, der „Bloodhound Gang“- Drummer Adam Perry derart im Gedächtnis haften blieb, dass es hinter den Kulissen für diesen temporeichen Auftritt noch einmal ordentlich Anerkennung vom erfahrenen Profi an die Band gab.

 


„Emil Bulls“-Manager Niko Tsagarakis nahm sich "Junk DNA" im Einzelgespräch vor. Von ihm gab es konstruktive und vor allem ehrliche Kritik, die den Nachwuchskünstlern definitiv weiterhelfen. (Foto: RE ON TOUR)

 

 

Doch nicht nur der britische Superstar zeigte sich beeindruckt. Auch „Emil Bulls“-Manager Niko Tsagarakis war sichtlich zufrieden mit der Leistung der Bayern. „Da ich ja selbst einer aus der härteren Fraktion bin, muss ich erst einmal schimpfen. Das, was ihr macht, ist kein Rock Alternative, das ist auf jeden Fall Rockmusik!“, so der Profi im Gespräch mit den Nachwuchsmusikern. „Ich fand den Auftritt sehr gut. Ihr habt im Gegensatz zu einigen anderen gut zusammengespielt.“ Gerade die beiden Gitarristen hätten ihm „sehr gut“ gefallen, so Tsagarakis, der sich als Manager bayerischer Bands natürlich solidarisch mit den bayerischen „local heroes“-Vertretern zeigte. Bandtrainer Wolfgang Schwericke, der „Junk DNA“ unmittelbar nach ihrem Auftritt betreut hatte, freute sich ebenfalls über die Darbietung von Maxi und seinen Bandkollegen. „Das, was sie da machen, kann man eigentlich nur noch im Detail verbessern und in der Art, wie sie es verkaufen“, so der Fachmann. Sein Rat: Sorgt für ein originelles Bandfoto, eine einzigartige Bandinfo und schraubt an den Gitarren.

 


Die Profis, wie unter anderem Bandtrainer Wolfgang Schwericke, sind sich sicher: Das Gesamtpaket „Junk DNA“ stimmt bereits. Hier geht es nur noch im Details. (Foto: RE ON TOUR)

 

 

„Perfect Day“, lautete einer ihrer Songs. Für „Junk DNA“ war er das definitiv. „Das war mega fett! Der absolute Abriss!“, so ihr Fazit des Abends. „Unser Plan hat funktioniert und obendrauf gab's sogar noch eine Live-Premiere der neuen Single.“

 

Text: Nicole Oppelt

 
 

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